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Was die ungarische Forst- und Holzwirtschaft von allen anderen Ländern unterscheidet ist, dass von den jährlich produzierten 6 Mio m3 Rundholz fast die Hälfte als Brennstoff genutzt wird! Bei den Produktionszahlen von Schnittholz, Faserplatten, Furnier oder Sperrholz liegt Ungarn daher weit hinter den anderen Ländern der Zukunftsregion zurück. Nur in der Spanplattenproduktion zählt Ungarn mit den Unternehmen Mofa, Interspan und Falco zum europäischen Spitzenfeld.
Wie in den meisten Ländern der Zukunftsregion ist die Holzindustrie eher kleinstrukturiert. Großteils haben die insgesamt ca. 10.000 Betriebe weniger als 9 Mitarbeiter. Regional gesehen ist die ungarische Holzindustrie vor allem im Westen Ungarns angesiedelt. Zirka 700 Unternehmen der Holz- und Möbelindustrie sind hier tätig.
Die Herausforderung der ungarischen Holzindustrie liegt darin, die großteils veralterten Maschinen (meist über 20 Jahre alt!) durch neue Technologien zu ersetzen. Die Schwierigkeit ist, dass der hohe Kapitalbedarf, der durch diese Investitionen entstehen würde, vor allem von den Klein- und Mittelbetrieben nicht gedeckt werden kann. Die meisten Großbetriebe sind hingegen mit modernen Produktionsstraßen ausgestattet.
Durch den Bauboom der letzten Jahre im Infrastrukturbereich sowie im Wohnungsbau bei gleichzeitigem Kapitalmangel vieler Unternehmen überstieg die Nachfrage die vorhandenen Industriekapazitäten. Dies spiegelt sich im Zuwachs der Holzwarenimporte um 22 % zwischen 2002 und 2004 wider.
Die F&E-Tätigkeit der Holzindustrie konzentriert sich in Ungarn auf die Universität Sopron. Hier stehen die modernsten Anlagen zur Prüfung der statischen und dynamischen Beanspruchung von Holz sowie Prüflabore für Endprodukte wie Möbel, Fenster, Türen und Holzverpackungen.
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Länderprofil Ungarn:
Fläche: 93.030 km2 Einwohner: 10,3 Mio Hauptstadt: Budapest
Waldanteil: 21 % = (1.976.000 ha) Laubwald: 86,4 % Nadelwald: 13,6 %
Eiche: 32 % Robinie: 22,3 % Buche: 11,7 % Pappel: 10,1 % sonstige Laubbäume: 10,3 % Nadelbäume: 13,6 %
Waldstruktur: Staatseigentum: 60 % Privateigentum: 40 % Durchschn. priv. Waldbesitz: 13 ha Anzahl der Waldbesitzer: 250.000
Zuwachs Holzvolumen / Jahr: 12 Mio fm Holznutzung: 3,8 fm/ha Nutzungsprozent: 57,5 % Pro-Kopf-Verbrauch Nadelholz: 0,15 fm/ha
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